Gemeindebriefdruckerei

 

12 Tipps für eine gute Rede

Wer ein paar Tipps und Kniffe berücksichtigt, kann eine gute Rede halten.
Wer ein paar Tipps und Kniffe berücksichtigt, kann eine gute Rede halten.

Im Gemeindealltag gibt es immer wieder Situationen, in denen Ehrenamtliche eine Rede halten müssen: Sei es eine Laudatio auf die Jubilarin im Seniorenkreis oder Abschiedsworte für einen langjährigen Mitarbeiter. Wie bereite ich eine Rede vor? Was ist beim Schreiben zu beachten? Unsere zwölf Tipps helfen Ihnen weiter.

"Tritt fest auf, mach’s Maul auf, hör bald auf" - drei zeitlose Tipps von Martin Luther (1483-1546) für eine gute Rede. Die Rede ist eine Kunst für sich. Und berüchtigt! Sicher haben Sie das auch schon bei offiziellen Anlässen erlebt: Eine Rede folgt auf die nächste. Und die Reden scheinen immer zäher und langweiliger zu werden. Aber: Reden können auch erhellend, unterhaltsam und kurzweilig sein.

Eine gute Rede gelingt, wenn beim Vorbereiten und Schreiben einige Regeln beachtet werden. Zwölf Tipps haben wir für Sie zusammengestellt. Eine der wichtigsten Regeln lautet: Lieber kürzer reden als zu lange. Oder wie Martin Luther es formulierte: "Eines guten Redners Amt und Zeichen ist, dass er aufhöre, wenn man ihn am liebsten höret."


12 Tipps für das Schreiben einer Rede

Bevor Sie mit dem Schreiben der Rede beginnen, machen Sie sich bewusst, für welche Zielgruppe und unter welchen Rahmenbedingungen Sie Ihre Rede halten werden.
 

Klären Sie für sich folgende drei Fragen:

1. Was sind Anlass, Aufgabe und Ziel der Rede?

2. Wie sind die Rahmenbedingungen der Veranstaltung?
    (Charakter der Veranstaltung, Raumsituation, Zahl der Teilnehmer, Technik, wie wird die Rede gehalten: stehend, sitzend, an einem Pult, frei vor der Menge?)

3. Wie lange ist die Redezeit?
 

Sind diese Fragen geklärt, geht es im nächsten Schritt an das Entwickeln der Rede:

4. Formulieren Sie die Kernbotschaft Ihrer Rede in einem prägnanten Satz: Was soll beim Publikum haften bleiben?

5. Ordnen Sie Ihre Gedanken und strukturieren Sie Ihre Rede in Einleitung, Hauptteil, Schluss

Tipps für die Einleitung:
Der Einstieg ist das Lasso, mit dem das Publikum in die Rede hingezogen wird. Die Einleitung sollte originell sein und neugierig machen: z.B. aktuelle Neuigkeiten, humorvolle Anekdoten, Bezüge zum Ort oder zur Situation herstellen.

Tipps für den Hauptteil:
Hier vermitteln Sie ihre Gedanken und Argumente. Ideal ist es, wenn Sie einen eigenen roten Faden entwickeln. Es kann aber auch helfen, die Rede nach einem Schema zu gliedern. Zum Beispiel:

Frage-Antwort-Methode:
Warum sollten wir jetzt den Gemeindesaal modernisieren? Das niedrige Zinsniveau spricht dafür ...
Wie gewinnen wir Helfer für die Renovierungsarbeiten? Indem wir ...

Gestern-Heute-Morgen-Methode:
Unsere Gemeinde hat Höhen und Tiefen erlebt (Gestern) ...
Zurzeit sinkt die Zahl der Mitglieder (Heute) ...
it Glaubenskursen und besonderen Gottesdiensten können wir Kirchenferne ansprechen (Morgen) …

Chronologische Erzähl-Methode:
Die Jubilarin ist seit ihrer Geburt Gemeindemitglied ...
... viele Jahre hat sie sich ehrenamtlich in der Frauenarbeit engagiert ...
... heute die gute Seele im Seniorenkreis …

Analyse-Methode:
Ist-Zustand beschreiben, Ziel formulieren, Weg dorthin skizzieren.
Unsere Finanzen sind im roten Bereich (Ist-Zustand)... Nächstes Jahr ausgeglichene Bilanz (Ziel) ... Indem wir Sparen und den Gemeindesaal für Veranstaltungen vermieten (Weg dorthin) ...

Tipps für den Schluss:
Besser früher zum Schluss kommen als zu spät. Kernbotschaft herausstellen. Je nach Ziel der Rede das Publikum bewegen, zum Handeln auffordern, Motivation oder Wir-Gefühl stärken.

6. Die eigenen Gedanken lebendig und möglichst klar und einfach zum Ausdruck bringen. Verzichten Sie auf zu viele Zahlen und technische Details. Veranschaulichen Sie komplexe Sachverhalte mit treffenden Beispielen. Anekdoten und Geschichten sorgen für Abwechslung. Beziehen Sie das Publikum mit einbeziehen, z.B. mit rhetorischen Fragen oder direkter Ansprache.

7. Formulieren Sie aktiv und verwenden Sie Verben. Beispiel:  "Ich danke" statt "Ich möchte meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen" 

8. Betont und nicht zu schnell sprechen.

9. Verstellen Sie sich nicht! Gestalten Sie Ihre Rede so, dass sie zu Ihnen passt und Ihren Sprechgewohnheiten entspricht. Es ist wichtig, dass Sie authentisch bleiben.

 

Haben Sie Ihre Rede formuliert, hier noch drei Tipps zur Kontrolle des Manuskripts:

10. Zahlen, Daten, Fakten prüfen.

11. Sind die Formulierungen verständlich? Könnten Fehlinterpretationen entstehen? Bitten Sie jemanden, das Manuskript gegenzulesen.

12. Machen Sie sich mit dem Text vertraut, üben Sie die Rede im Vorfeld.

 

Tipps zum Weiterlesen und weitere Infos:

gemeindebrief.de

Erstellt am: 11.08.2015

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