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Fundraising: Wie man strategisches Spendensammeln in der Gemeinde einführt

Fundraising in einer Kirchengemeinde erfordert Teamwork
Fundraising in einer Kirchengemeinde erfordert viele Ideen, Talente und Teamwork

Sie wollen in Ihrer Kirchengemeinde mit Fundraising beginnen. Aber was sagt der Kirchenvorstand dazu? Wer soll die zusätzliche Arbeit übernehmen? Es braucht ein Team, das sich dieser neuen Aufgabe annimmt.

Das Fundraising-Team wird am besten vom Kirchenvorstand beauftragt. Das ist wichtig, weil damit auch eine Legitimation der neuen Aufgabe deutlich wird. Selbstverständlich steht der Kirchenvorstand inhaltlich voll hinter seiner Entscheidung. Er muss Fundraising wollen und aktiv unterstützen. Nur wenn alle Beteiligten aus Überzeugung und quasi mit Herz und Mund dabei sind, wird Fundraising wirklich erfolgreich sein.

Fundraising trotz Kirchensteuern

Kirchliches Fundraising richtet sich vor allem an Kirchenmitglieder und die zahlen bereits Kirchensteuern, heißt es oft. Das ist so nicht richtig. Kirchensteuern werden von den Menschen gezahlt, die lohn- oder einkommensteuerpflichtig sind. Das sind nur rund ein Drittel der Kirchenmitglieder. Allein aufgrund der demografischen Entwicklung prognostiziert die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), dass der Anteil der Kirchensteuerzahler bis zum Jahr 2030 um ein Drittel sinken wird, die Einnahmen aus Kirchensteuern sogar um die Hälfte.

Ein guter Grund also, mit Fundraising, das sich um dauerhafte Unterstützung kirchlicher Anliegen bemüht, zu beginnen. Mit diesem Wissen sollten Sie Ihrer Gemeinde gegenüber offen umgehen. Erläutern Sie in einer Gemeindeversammlung und im Gemeindebrief die aktuelle und künftig zu erwartende Finanzsituation. Ihre Gemeinde wird das verstehen. Vielleicht gibt sie selbst den Anstoß, die Zukunft der Gemeinde mit Hilfe von Fundraising zu sichern.

Fundraising kostet Geld

Der Kirchenvorstand entscheidet über die Finanzen. Er freut sich, wenn Spenden eingenommen werden. Aber: Vor dem Ertrag steht die Investition. Flyer, Spendenbriefe, Werbematerial, Veranstaltungen – das alles kostet Geld. Fundraising geht nicht zum Nulltarif. Ein angemessenes Budget muss vom Kirchenvorstand zur Verfügung gestellt werden. Schauen Sie sich in Ihrer Gemeinde um, wer für das Fundraising geeignet sein könnte. Und schauen Sie ruhig über den Rand derer, „die sowieso immer alles machen“, hinaus. Ein neues Arbeitsfeld kann neue Kräfte freisetzen.

Fundraiser/-innen sollten kommunikativ sein und gern auf Menschen zugehen. Kreative und Querdenker sind gut geeignet, Internet- und Website-Kompetenzen wünschenswert. Das notwendige Handwerkszeug kann z. B. bei der Fundraising Akademie erlernt und weiterqualifiziert werden. Das Fundraising-Team sollte aus ein bis zwei Mitgliedern des Kirchenvorstandes und ein bis zwei geeigneten Gemeindegliedern bestehen. Zumindest beratend sollten Pastor oder Pastorin dabei sein.

Fundraising und Gemeindestruktur

Es ist wichtig, das Fundraising-Team in die Strukturen Ihrer Gemeinde einzubinden. Stellen Sie das Team zum Beispiel in einem voraussichtlich gut besuchten Gottesdienst vor. Die Predigt an diesem Sonntag könnte sich mit der Thematik „Geben und Danken“ befassen.

Ein Artikel im  Gemeindebrief erläutert Motive und Aufgaben des neuen Teams, alle Gemeindegruppen werden informiert. Das Fundraising-Team berichtet regelmäßig im Kirchenvorstand und stimmt neue Spendenprojekte mit ihm ab.

 

Material zum Thema unter www.fundraising-evangelisch.info

• Fundraising Schritt für Schritt einführen
• Beauftragung einer Fundraising-Arbeitsgruppe
• Fundraising trotz Kirchensteuer (FAQs)
• Liste der Fundraising-Beauftragten der Landeskirchen

Den kostenlosen Online-Newsletter „fundraising-evangelisch“ mit aktuellen und themenspezifischen Informationen können Sie über www.fundraising-evangelisch.info bestellen.

Ingrid Alken

Erstellt am: 26.05.2011

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