Gemeindebriefdruckerei

 

Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Sterben und Trauer

Broschüre Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Sterben und Trauer
Die Broschüre „Abschied und Trauer“ bietet Information und Seelsorge.

Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Sterben und Trauer führt vielfach ein Schattendasein. Die Broschüre „Abschied und Trauer“ soll helfen bei dem, was zu bedenken ist, wenn ein vertrauter Mensch stirbt. Interview mit Christian Weisker von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers (EMSZ).

Was gab Anlass, die Broschüre „Abschied und Trauer“ jetzt zu veröffentlichen?

Christian Weisker: Die evangelische Kirche hat Angebote fürs ganze Leben und begleitet Menschen in allen Lebenslagen. Darüber wollen und müssen wir Menschen immer wieder informieren und dazu einladen – das Wissen darum ist nicht mehr selbstverständlich. Nach Informationsbroschüren als Einladung zur Taufe und zur kirchlichen Trauung gehört nun auch das Thema Abschied und Trauer bzw. kirchliche Bestattung in diesen Reigen. Dazu gab es bereits schöne Vorlagen und sehr gute Erfahrungen in Regionen unserer Landeskirche, die wir gern aufgegriffen haben.

Für wen ist die Broschüre gedacht, wie wird sie verteilt?

Die zwanzigseitige Broschüre richtet sich an Menschen, die sich mit dem Tod eines Angehörigen oder mit dem eigenen Tod auseinandersetzen wollen oder müssen. Dabei haben wir bewusst keine bestimmte Altersgruppe in den Blick genommen, auch wenn die Schriftgröße etwas größer gewählt wurde als üblich. Verteilt wird sie über Pfarrämter sowie durch Auslage in Kirchen oder Gemeindehäusern. Sie wird landeskirchenintern kostenlos abgegeben, um wirklich auch weitflächig gestreut werden zu können. Gemeinden und Kirchenkreise vor Ort werden darüber hinaus eingeladen, die Broschüre auch örtlichen Bestattungsinstituten kostenlos zur Verteilung anzubieten. Auch hier machen wir sehr gute Erfahrungen.

Worum geht es schwerpunktmäßig: Seelsorge oder Information?

Es geht um beides, wenngleich die Information im Vordergrund steht. Eine solche Informationsbroschüre kann nur Türen öffnen und einladen, sich bewusst dem Thema Abschied und Trauer zu stellen. Und zum anderen kann sie kommunizieren: Du musst nicht allein sein in dieser Situation, es gibt Hilfe! Dafür sind Seelsorger da, die du vor Ort im Pfarramt findest. Sie beraten und begleiten. Ein Stück weit dient die Broschüre auch als Vorbereitung von Trauergesprächen und der eigenen Entscheidungsfindung, beispielsweise für ein eigenes Testament. Bei der Information geht es dann um rein praktische Sachen wie Vorbereitung, Vorsorge, Bestattungsmöglichkeiten etc. Wichtig ist auch die Frage nach der Bedeutung eines Grabes als Erinnerungsort für die Angehörigen. Wer weiß heute beispielsweise noch, dass man bis zu anderthalb Tage Zeit hat, sich von einem Verstorbenen in den eigenen Wänden zu verabschieden!

Sind Trauer und Tod Themen für die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit?

Selbstverständlich! Unsere Kirchen haben ein so umfangreiches und vor allem qualifiziertes Angebot – sprichwörtlich von der Wiege bis zu Bahre. Darüber und davon müssen wir immer wieder neu erzählen und dazu einladen.

Welches Kommunikationsziel kann man dabei erreichen?

Der Tod ist für Christen kein Tabu, sondern Teil des Lebens. Niemand kann ihm ausweichen, aber es gibt Trost in der Botschaft Jesu Christi und Hilfsangebote durch kirchliche Mitarbeitende. Selbst wenn Menschen aus dem eigenen Umfeld oder entfernte Angehörige nichts davon wissen, kann ich meinen kirchlichen Bestattungswunsch kundtun und in der Brieftasche oder bei den Ausweispapieren mit mir führen. Denn hinten in der Broschüre gibt es eine Karte, die man ausfüllen und heraustrennen kann: „Ich bin Kirchenmitglied und möchte kirchlich bestattet werden.“

 

Die Broschüre „Abschied und Trauer“ ist im Internet abrufbar: 
www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/wir-fuer-sie/begleiten/trauer-und-tod

Die Broschüre wird auch über den WerbeDienst angeboten: 
www.komm-webshop.de

E-Mail-Kontakt:
christian.weisker@evlka.de.

Lothar Simmak

Erstellt am: 29.06.2012
Gemeindebriefdruckerei
Kooperation Gemeindebrief und ChurchDesk