Lutherdekade: Schwerpunkte im Themenjahr 2013

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat thematische Schwerpunkte für die Arbeit des Gremiums im Jahr 2013 festgelegt. Das Themenjahr „Reformation und Toleranz“ der Lutherdekade wird dabei breiten Raum einnehmen. Im Fokus sind die Lerngeschichte, Voraussetzungen und Grenzen gesellschaftlicher und religiöser Toleranz. Aus der Vielzahl von Veranstaltungen zwischen Historie und Gegenwart zum Themenjahr ist die Neuauflage der „Wormser Religionsgespräche“ vom 19. bis 21. April zu nennen , initiiert von der Stadt Worms und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Am 11. Mai wird anlässlich des 450. Jubiläums des Heidelberger Katechismus die Ausstellung „Glaube und Macht“ im Kurpfälzischen Museum Heidelberg und im Heidelberger Schloss eröffnet. Die Ausstellung dauert inklusive des Rahmenprogramms bis 15. September. Ein Festakt zu 40 Jahren „Leuenberger Konkordie“, die für die wechselseitige innerevangelische Annährung und Toleranz steht, findet am 17. März im Berliner Dom statt.

Impulse für die weltweite und ökumenische Dimension des Reformationsjubiläums 2017 erhofft sich der Rat vom Internationalen Ökumenischen Vorbereitungskongress, den die EKD zusammen mit dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund vom 6. bis 10. Oktober im Zürcher Großmünster veranstalten wird.

Um aktuelle Herausforderungen von Toleranz wird es bei der Befassung mit dem Thema Friedensethik gehen. So liegen erste Ergebnisse einer Bewertung zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan vor. Neben der friedensethischen Aufarbeitung und damit verbundenen Konsequenzen für zukünftige Einsätze, wird sich der Rat auch mit seelsorglichen Herausforderungen solcher Auslandseinsätze befassen. Im Rahmen des internationalen Kongresses „Menschen geschützt – gerechten Frieden verloren?“ in Berlin vom 13. bis 15. Juni 2013 werden der Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider und der Friedensbeauftragte des Rates, Renke Brahms, mit Spitzenvertretern aus Politik, Militär und internationalen Organisationen Perspektiven der Friedensethik ausloten. Information:

http://www.ekd.de/presse/pm11_2013_EKD-Rat_schwerpunkte_2013.html

Wiedereröffnung Luthers Sterbehaus

Nach zwei Jahren Bauzeit wird Luthers Sterbehaus in Eisleben am 1. Februar wiedereröffnet. Das historische Gebäude wurde instand gesetzt und durch einen modernen Neubau zu einem Museumsquartier erweitert. Die Besucher des Hauses haben nun erstmals die Möglichkeit, alle Räume des Sterbehauses in einem durchgehenden Rundgang zu erkunden. Die Ausstellung „Luthers letzter Weg" erzählt von den letzten Tagen und Stunden des Reformators in Eisleben, von Luthers Umgang mit Sterben und Tod als Trauernder, Tröster und Theologe sowie vom Einfluss von Luthers Theologie auf die Sterbekultur. Information:

http://www.martinluther.de/

NRW-Auftakt zum Themenjahr

Zum Auftakt des Themenjahres „Reformation und Toleranz“ in Nordrhein-Westfalen laden die drei Landeskirchen am 4. Februar 2013 nach Schwerte ein. Das Thema: „Religion und Toleranz in der multikulturellen Gesellschaft“. Guntram Schneider, nordrhein-westfälischer Minister für Arbeit, Integration und Soziales, wirkt an der Eröffnung mit. Die westfälische Präses Annette Kurschus, der designierte rheinische Präses Manfred Rekowski und der lippische Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann geben den offiziellen „Startschuss“ für das Jahr der Toleranz. Den Hauptvortrag „Reformation und Toleranz“ hält der Theologe Dr. Michael Weinrich von der Ruhr-Universität Bochum. In Workshops beschäftigen sich die Teilnehmenden unter anderem mit Fragen wie „Fremdenfeindlichkeit bei Protestanten?“, Konzepte gegen Rechtsradikalismus, christlich-islamische Zusammenarbeit im Religionsunterricht. Information:

http://www.evangelisch-in-westfalen.de/

Veranstaltungen zum Heidelberger Katechismus

Das Jubiläum des Heidelberger Katechismus stellt die Evangelische Kirche der Pfalz in den Mittelpunkt mehrerer Veranstaltungen: Im Zentralarchiv in Speyer ist die Ausstellung „Ursinus und der Heidelberger Katechismus“ bis 25. Oktober zu sehen. Die Schau erzählt auf elf Tafeln von der damaligen Kurpfalz, stellt die wichtigsten Reformatoren vor, erläutert die Glaubensrichtungen, die sich nach der Reformation entwickelten und beleuchtet das Leben von Ursinus. Die Tafeln werden ergänzt durch reformierte Bibelausgaben und Ausgaben des Heidelberger Katechismus. Eine weitere Ausgabe der Schau wird als Wanderausstellung bis 19. März im Bibelhaus in Neustadt a. d. W. gezeigt. Information:

http://www.zentralarchiv-speyer.de/

Vom 18. Februar bis 15. März präsentiert die Bibliothek und Medienzentrale in Speyer eine Katechismus-Doppelschau: Die Wanderausstellung „450 Jahre Heidelberger Katechismus“ des Reformierten Bundes (Newsletter 30/12); sowie eine von der Leiterin der Bibliothek und Medienzentrale erarbeitete Buchausstellung, die ab 21. Februar, ausgehend vom Heidelberger Katechismus, die weitere Entwicklung von Katechismus und Bekenntnis in der Geschichte der Evangelischen Kirche der Pfalz bis heute zeigt. Titel: „Von Heidelberg nach Leuenberg. Die Katechismen und Bekenntnisse der pfälzischen Landeskirche“. Information:

http://www.kirchenbibliothek.de/

Informationsseite der pfälzischen Landeskirche:

http://www.evkirchepfalz.de/themen-a-z/jahr-der-toleranz.html

Gemeindebriefdruckerei
Kooperation Gemeindebrief und ChurchDesk