Tipps fürs Tippen: Schreibung von Zahlen

Grundsätzlich kann man Zahlen sowohl in Ziffern als auch in Buchstaben schreiben. Es gibt jedoch mitunter Kontexte, in denen beide Schreibungen erforderlich sind, um Missverständnisse auszuschließen, z. B. beim Ausfüllen von Scheckformularen oder beim Ausstellen von Gutscheinen.

Grundsätzlich kann man Zahlen sowohl in Ziffern als auch in Buchstaben schreiben. Es gibt jedoch mitunter Kontexte, in denen beide Schreibungen erforderlich sind, um Missverständnisse auszuschließen, z. B. beim Ausfüllen von Scheckformularen oder beim Ausstellen von Gutscheinen. Sollen Zahlen in Wörtern angegeben werden, schreibt man sie zusammen, sofern sie unter einer Million liegen:

 

1965 = eintausendneunhundertfünfundsechzig oder neunzehnhundertfünfundsechzig.

 

Zahlen über einer Million schreibt man dagegen getrennt:

2 120 419 = zwei Millionen einhundertzwanzigtausendvierhundertneunzehn.

 

Bei der Darstellung von Beträgen mit Dezimalstellen wird die Zahl der Cents durch ein „Komma” abgetrennt; die Nennung des Kommas ist dabei freigestellt:

742,85 = siebenhundertzweiundvierzig (Komma) fünfundachtzig.

 

Werden die Währungseinheiten konkret angegeben, wird das Komma nicht genannt:

742 Euro, 85 Cent = siebenhundertzweiundvierzig Euro fünfundachtzig Cent.

 

Komma in Hauptsätzen

Eingeschobene Hauptsätze (Schaltsätze) werden normalerweise in Kommas eingeschlossen, etwa: Man will Satzzeichen ja nicht, sagen wir, allein nach Lust und Laune verstreuen. Das Buch hieß, glaube ich, „Nieten in Nadelstreifen“. Hochmut, so heißt es, kommt vor dem Fall.

 

Allerdings deutet das „normalerweise” schon darauf hin, dass es auch andere Fälle gibt. Einige floskelartige Ausdrücke werden nämlich offenbar gar nicht mehr als eingeschobene Sätze empfunden und daher oft auch nicht mehr in Kommas eingeschlossen:

 

Ich habe ihn[,] wer weiß wie lange[,] nicht mehr gesehen. Sie bereitet sich[,] so gut es geht[,] auf die Prüfung vor. Die Vorsitzende ist ja[,] weiß Gott[,] keine Heilige. Er blieb[,] Gott sei Dank[,] unverletzt.

 

Fastenzeit

Das Verb fasten geht auf das mittelhochdeutsche vasten zurück und hat mit dem Adjektiv fest zu tun, das wiederum aus mittelhochdeutsch veste und althochdeutsch festi, fasti hervorgegangen ist. Es bedeutet so viel wie „fest, nahe an, stark, sehr, schnell“ (man vergleiche dazu englisch fast, fasten). Dazu gehört das entsprechende althochdeutsche Adverb fasto, worauf in der Tat das Adverb fast zu beziehen ist.

Das Verb fasten hatte wahrscheinlich ursprünglich den Sinn: „an den [Fasten]geboten festhalten”.

Zwar ist die Fastenzeit eng auf das Osterfest bezogen – aber nur, was das Kirchenjahr anbelangt, nicht sprachlich. Denn obwohl fasten sprachlich mit fest zu tun hat, hat es doch nichts mit Fest zu tun.

 

-leute / -männer

Bei Zusammensetzungen mit „Mann“ als zweitem Bestandteil wechseln im Plural „-männer“ und „-leute“. Wenn von Berufen, Ständen oder von Menschengruppen die Rede ist, die man - ohne Geschlechtsbezug - im Hinblick auf die Gemeinsamkeit ihres Tuns oder ihrer Funktion betrachtet, lautet der Plural „-leute“: Bergleute, Seeleute, Edelleute, Kaufleute. Demgegenüber betont „-männer“ (stärker) Individualität und Geschlecht der angesprochenen Personen: Biedermänner, Ehrenmänner, Lebemänner, Hampelmänner, Strohmänner, Ehemänner (der Plural „Eheleute“ bezeichnet Ehemann und Ehefrau zusammen).

 

Daneben gibt es eine Reihe von Komposita mit „-mann“, die beide Pluralformen zulassen, je nachdem, ob die Gesamtheit („-leute“) oder die Individualität und das Geschlecht („-männer“) stärker betont werden soll: Amtmänner und Amtleute, Dienstmänner und Dienstleute, Feuerwehrmänner und Feuerwehrleute, Geschäftsmänner (selten) und Geschäftsleute, Ersatzmänner und Ersatzleute, Fachmänner (selten) und Fachleute, Obmänner und Obleute, Kameramänner und Kameraleute, Kontaktmänner und Kontaktleute.

 

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Erstellt am: 23.12.2010

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