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Tipps fürs Tippen: Die Zahlwörter hundert und tausend

Schreibung der Zahlwörter hundert und tausend

 Es herrscht häufig Unsicherheit im Hinblick auf die Schreibung der Zahlangaben hundert und tausend, vor allem, wenn sie unbestimmte, d. h. nicht in Ziffern schreibbare Mengen bezeichnen und als Mengensubstantive gesehen werden. In solchen Fällen ist Groß- oder Kleinschreibung möglich, die Duden- Empfehlung ist die Großschreibung: Einige Tausend/tausend Demonstranten legten am Wochenende in Frankfurt den Verkehr lahm. Zu Hunderten/hunderten lagerten die jungen Leute auf den Wiesen. Ausschließlich groß schreibt man das substantivierte Zahlwort: Das dritte Tausend dieser Lieferung wurde beanstandet. Getrennt schreibt man nach unbestimmten Zahlwörtern: Mehrere Hundert / hundert herrenloser Hunde hatten sich vor der Stadt zusammengenrottet. Die mit bestimmten Zahlwörtern gebildeten Grund- und Ordnungszahlen schreibt man zusammen: Nach den ersten zwei Stunden wurde bereits der tausendunddritte Besucher gezählt.

 

Fragesätze

 "Denkst du auch gerade ans Wochenende?“ – eine direkte, einfache Frage. Es gibt nur wenige Antwortmöglichkeiten: „Ja“ und „Nein“ sind die gängigen, denkbar wäre bei einer anderen Fragestellung auch „Vielleicht“ oder „Ich weiß es nicht“. Diese geschlossenen Fragen oder Entscheidungsfragen stellen durch ihr klar vorgegebenes Thema eine gewisse Vertrautheit zwischen den Gesprächspartnern her und dienen oft dazu, Gemeinsamkeiten zu betonen. Ganz anders hingegen die besonders bei Männern gefürchtete Frage: „Woran denkst du gerade?“ Hierbei handelt es sich um eine offene Frage, gerne auch als W-Frage bezeichnet, da sie stets mit einem Fragewort wie z. B. wie, wo, wer, wie lange etc. eingeleitet wird. Ein einfaches „Keine Ahnung“ wird hier nicht als angemessene Antwort gesehen; der Fragende erhofft sich vielmehr möglichst viele neue Informationen. Und dann gibt es noch Fragen, die eigentlich keine sind. „Du denkst doch daran, den Müll rauszubringen?“ Diese Art der Fragestellung lässt kein „Nein“ zu, vielmehr suggeriert sie bereits die allein richtige Antwort: „Aber ja, selbstverständlich.“ Deshalb spricht man hier von Suggestivfragen, die den Gesprächspartner beeinflussen sollen.

 

Grün

 Das Adjektiv grün bedeutete ursprünglich „wachsend, sprießend“ oder auch „grasfarben“ und ist verwandt mit der Wortgruppe von Gras. Im Deutschen wird es oft nicht nur als Farbbezeichnung verwendet, sondern im Gegensatz zu „trocken, verwelkt“ im Sinne von „frisch, jung, sprießend“ gebraucht oder als Gegensatz zu „rot, reif“ im Sinne von „unreif“, auch „unerfahren“. Man denke an die Zusammensetzung Grünschnabel. Ebenso steht das substantivierte Adjektiv Grün oft nicht nur für die Farbbezeichnung, sondern ist ein Synonym für „frisches Laub“ und „freie Natur“: Lasst uns endlich mal wieder ins Grüne radeln.

 

Groß- und Kleinschreibung von grün

 Großzuschreiben sind Verbindungen, die echten Eigennamencharakter haben; dazu gehören beispielsweise die Grüne Insel (Irland), das Grüne Gewölbe (Kunstsammlung in Dresden), der Grüne Veltliner (eine Weinsorte) oder der berüchtigte Grüne Knollenblätterpilz. Nicht als Eigennamen anzusehen sind Verbindungen wie die grüne Welle, die grüne Minna, die grüne Versicherungskarte oder auch ein grüner Junge. Doch Vorsicht: Es gibt auch eine Reihe von Kombinationen, bei denen beide Varianten – Groß- und Kleinschreibung – möglich sind. Vertreter dieser Gruppe sind etwa die grüne/Grüne Lunge, der grüne/Grüne Punkt oder auch das grüne/Grüne Trikot.

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Erstellt am: 28.06.2012

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