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Tipps fürs Tippen: Die Sache mit dem "Mal"

Tipps fürs Tippen

Beim Wort mal gilt es zu unterscheiden, welche Funktion es im Satz übernimmt. Groß schreibt man, wenn es sich um das Substantiv das Mal, Plural die Male, handelt, eine Zähleinheit für Ereignisse, also z. B. das erste Mal, ein ums andere Mal, ein einziges Mal, manches Mal.

mal/Mal

Beim Wort mal gilt es zu unterscheiden, welche Funktion es im Satz übernimmt. Groß schreibt man, wenn es sich um das Substantiv das Mal, Plural die Male, handelt, eine Zähleinheit für Ereignisse, also z. B. das erste Mal, ein ums andere Mal, ein einziges Mal, manches Mal.
Klein schreibt man grundsätzlich, wenn es sich um die verkürzte Form des sogenannten Abtönungspartikels einmal handelt: Komm doch schnell mal vorbei! Das lässt sich nun mal nicht ändern. Kleingeschrieben wird auch das Adverb mal, das als Ausdruck der Multiplikation dient: Zwei mal drei ist sechs.
Auch wenn Mal mit einem danebenstehenden Wort zu einem Adverb verschmolzen ist, schreibt man klein und zusammen: diesmal, dreimal, keinmal, manchmal, hundertmal. Sind allerdings in letzterem Fall beide Wörter besonders betont, darf auch großgeschrieben werden (und getrennt): Ich habe dir schon hundert Mal gesagt, du sollst sie in Ruhe lassen. Er hat sie zwei Mal versetzt und dann war das Maß voll.


Pluralbildung von Mal

Das Substantiv das Mal hat auch die Bedeutung „durch Verfärbung, Erhöhung oder Vertiefung sich abhebende Stelle, Zeichen, Markierung“. Dieses Wort, das hauptsächlich in Zusammensetzungen verwendet wird, hat zwei Pluralformen: die Male und die Mäler.
In der Bedeutung „kennzeichnender Fleck, Verfärbung der Haut“ wird – vom regionalsprachlichen Gebrauch einmal abgesehen – in der Regel die nicht umgelautete Form die Male gebraucht: Sein Rücken war übersät von Muttermalen. Sie wies tatsächlich die typischen Wundmale an Händen und Füßen auf.
In den Bedeutungen „Denk-, Merkzeichen; Monument, Markierung“, in denen das Wort ebenfalls überwiegend als Zusammensetzung verwendet wird, kommen beide Pluralformen vor: Einige der Grabmale/Grabmäler waren in der Nacht verwüstet worden. Bis zum Nachmittag hatten wir den überwiegenden Teil der städtischen Denkmale/Denkmäler besichtigt.

Das Semikolon

Das Semikolon, auch Strichpunkt genannt, nimmt zwischen Komma und Punkt eine Mittelstellung ein: Trennt ein Komma zu schwach, ein Punkt aber zu stark, kann ein Semikolon gesetzt werden.
Da sich nicht eindeutig festlegen lässt, wann dies der Fall ist, liegt die Setzung eines Semikolons weitgehend im Ermessen des Schreibenden.
Häufig gesetzt werden Semikola in Aufzählungen, vor allem, um Sinn­einheiten voneinander abzugrenzen: „Unser Proviant bestand aus Dörrfleisch, Speck und Schinken; Ei- und Milchpulver; Reis, Nudeln und Grieß.“ (Möglich wäre in diesem Beispiel auch ein Komma.)
Mit einem Semikolon können auch Hauptsätze voneinander abgegrenzt werden, die inhaltlich eng miteinander verbunden sind, dennoch aber deutlicher als durch ein Komma getrennt werden sollen.
Zu beachten ist in jedem Fall, dass ein Semikolon grundsätzlich nebenordnende Funktion besitzt. Es kann deshalb nie zwischen einem Haupt- und einem Nebensatz stehen.

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Erstellt am: 30.06.2011

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