Tipps fürs Tippen: Der Anlagenvermerk

Kleinere Gegenstände oder schriftliche Unterlagen wie Zeugnisse, Arbeitsproben oder Formulare, die Briefen beigefügt sind, werden Anlagen genannt. Nach den Empfehlungen der DIN 5008 steht der Anlagenvermerk, also der Hinweis, dass ein Schreiben eine Beilage enthält, mit mindestens drei Leerzeilen Abstand unter dem Gruß oder der Firmenbezeichnung.

Wenn man spezifizieren will, welche Anlagen ein Schreiben enthält, führt man die einzelnen Posten unter dem Wort Anlage oder Anlagen auf. Es ist übersichtlicher, das Wort Anlage[n] durch Fettdruck hervorzuheben, wenn eine Auflistung folgt. Wird hingegen nur das Wort Anlage[n] geschrieben, kann auf diese Hervorhebung verzichtet werden. Das früher übliche Unterstreichen wird nach der aktuellen DIN 5008 nicht empfohlen.

 

USA, UN und SBB

Zu viel Sympathie mit dem Singular haben wir hingegen bei manchen Kurzwörtern. Auf den ersten Blick sieht man ihnen ja nicht an, was sich dahinter verbirgt. Das kann durchaus ein Plural sein, wie bei:

 

USA = United States of America (Vereinigte Staaten von Amerika),

UN = United Nations (Vereinte Nationen),

SBB = Schweizerische Bundesbahnen.

 

Stehen Kurzwörter wie diese als Subjekt im Satz, muss das dazugehörige Verb ebenfalls im Plural stehen: „Die UN haben (nicht: hat) 2010 zum Jahr der Astronomie ausgerufen.“ „Die USA sind (nicht: ist) führend beim Spam-Versand.“ „Die SBB haben (nicht: hat) ihr Angebot renoviert.“

Anders hingegen verhält es sich mit der UNO: Dahinter verbirgt sich „United Nations Organization“ (Organisation der Vereinten Nationen), also ein Singular, der auch das dazugehörige Verb in der Einzahl verlangt: „Die UNO setzt sich aktiv für Abrüstung ein.“

Übersehen wird der Plural zuweilen auch in ganz offensichtlichen Fällen. So darf es nicht heißen: „Die Niederlande will …“, sondern nur: „Die Niederlande wollen den Norden des Landes an den wichtigsten Flughafen besser anbinden.“

 

Christstollen/-stolle

Der weihnachtliche Stollen gehört zu den christlichen Gebildbroten, d. h. zu den Backwaren, die in Gestalt von symbolischen Figuren zu bestimmten Festtagen gereicht werden. Seine Form mitsamt dem weißen Puderzucker wird als das in Windeln gewickelte Christuskind gedeutet.

Am bekanntesten ist der an Trockenfrüchten, Zitronat und Mandeln besonders reiche, oft mit Marzipanrohmasse verfeinerte Dresdner Stollen, für dessen Popularität die sächsischen Könige sorgten, indem sie all ihren gekrönten Verwandten zum Fest einen Christstollen schenkten.

Ein echter sächsischer Stollen ist 1457 aus der Backstube des Schlosses Hartenstein im sächsischen Torgau belegt. Urkundlich wird der Stollen allerdings bereits 1329 in Naumburg/Saale erwähnt.

Als Bezeichnung ist sowohl „der Stollen“ wie „die Stolle“ gebräuchlich. Die maskuline und die feminine Form kommen allerdings in verschiedenen Gegenden vor.

 

Außergewöhnliche Einstiege für Weihnachtsgrüße

Wollen Sie Ihre Festtagspost persönlicher formulieren, als nur knapp ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr zu wünschen? Suchen Sie doch einmal nach einem Zitat, das Ihnen gefällt und zum Empfänger passt, und nutzen Sie es als Einstieg für individuelle Grüße und Wünsche. Zwei Beispiele für den „genialen ersten Satz”:

Du verlierst nichts, wenn du mit deiner Kerze die eines anderen anzündest.

Dieser Aphorismus aus Dänemark trifft, liebe …, genau auf unsere Freundschaft zu. Vielen Dank für alles, was Du in diesem Jahr so selbstlos für meine Familie und mich getan und gegeben hast. Lass uns wissen, wenn Du unsere Hilfe benötigst – wir sind gern für Dich da. Wir wünschen Dir ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr mit viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit!

 

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Erstellt am: 08.09.2010

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