Gemeindebriefdruckerei

 

Profitrick: Das Urheberrecht

Ob Fotos, Texte oder Musik: Das Urheberrecht muss beachtet werden.
Ob Fotos, Texte oder Musik: Das Urheberrecht muss beachtet werden.

Erlaubt ist Gemeindebriefredakteuren fast alles. Aber eben nur fast. Ein paar Gesetze schränken die Freiheit ein. Diese zu kennen, schadet gar nicht. Wie Sie Ihren Gemeindebrief nach Recht und Gesetz richtig machen, zeigen die nächsten Folgen. Unser Profi-Trick heute: Das Urheberrecht. 

Diebstahl geistigen Eigentums

Das siebte Gebot ist eindeutig: „Finger weg vom Besitz des andern.“ Das gilt nicht nur für die Auslage im Supermarkt, sondern auch für geistiges Eigentum. Werke der Wissenschaft, Literatur, Musik und Kunst sind geschützt. Allein deren Urheber hat das Recht zu bestimmen, ob und wie sein Werk veröffentlicht wird. Erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers erlöschen dessen Rechte. Doch Achtung: Deshalb müssen die Nutzungsrechte noch lange nicht frei sein! Auch der Fotograf hat Rechte am Foto eines Kunstwerks. Und der Hausherr kann regeln, ob in seinem Museum fotografiert werden darf. Und vor Veröffentlichung eines gescannten Bildes will der Verlag des Buches gefragt werden, egal wie alt der Schöpfer des abgebildeten Kunstwerks ist.

Verwendungsrechte haben ihren Preis

Fotos, Kunstwerke, Lieder und Gedichte lockern die Gestaltung des Gemeindebriefs auf. Wenn die Rechte sauber geklärt sind, kein Problem. Doch eine Kunstpostkarte rasch auf den Scanner gelegt und abgedruckt, kann teuer werden. Eine Urheberrechtsklage kann schnell mehrere tausend Euro kosten. Also fragen, auch wenn die Suche nach dem Urheber mitunter langwierig sein kann. Oft hilft ein Blick ins Impressum des Kunstbands oder der Gedichtsammlung weiter. Leichter haben es Redaktionen, die Bilder, Lieder und Gedichte verwenden, deren Rechte geklärt sind. Das Nachdruckmaterial im Magazin „Gemeindebrief“ und die Illustrationen der CD-ROM „Illu-Pool“ sind unproblematisch.

Zitieren ist erlaubt

Grundsätzlich gilt, dass der Urheber alle Rechte an der Veröffentlichung seiner Werke hat. Dies gilt für Zeitungsartikel ebenso wie für Interneteinträge, Gedichte, Lieder, Fotos und Kunstwerke. Veränderungen dürfen nicht einfach so vorgenommen werden. So kann der Dichter bestimmen, wie seine Zeilen umbrochen und wie die Wörter geschrieben werden. Erlaubt ist jedoch das Zitieren. Dabei werden die übernommenen Passagen beispielsweise durch Anführungszeichen als Zitat deutlich gemacht. Der Abdruck eines ganzen Kapitels ist jedoch sicher nicht als Zitat zu werten. Ebenso kann eine Liedstrophe nicht ohne die Genehmigung des Dichters als eigenständiges gestaltetes Element abgedruckt werden. Auf alle Fälle aber hat der Urheber das Recht, dass sein Name in Verbindung mit seinem Werk genannt wird.

 

Dietmar Hauber

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