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Fundraising: So mobilisieren Gemeinden Spenden und Unterstützung

Wer einen Plan hat, gewinnt leichter Spenden und Unterstützung
Wer einen Plan hat, gewinnt leichter Spenden und Unterstützung

Unterstützung und Spenden für Projekte der Kirchengemeinden kommen nicht selten von unerwarteter Seite. Unsere Tipps zeigen, wie Sie gezielt Gönner und Spenden akquirieren. 

Sie haben sich zum Fundraising entschlossen und ein Team aufgestellt, das sich dieser Aufgaben annimmt. Nun gibt es ein konkretes Projekt, für das Sie andere begeistern wollen. Wer Unterstützer finden will, muss sein Umfeld zunächst einmal bewusst wahrnehmen. Die Frage ist also: Kennen Sie Ihre Gemeinde? Wer nimmt Ihre Arbeit wahr und nutzt Ihre Angebote? Und: Wer könnte darüber hinaus ein Interesse am Gelingen Ihres Projektes haben?

Natürlich werden Sie in erster Linie Kirchenmitglieder ansprechen und um Unterstützung bitten. Darüber hinaus sollten Sie sich aber Gedanken machen, welche Zielgruppen im weiteren Sinn ansprechbar sind. Denken Sie daran: Sie wollen keine Spenden, sondern Menschen gewinnen, die Ihr Anliegen nach ihren Möglichkeiten unterstützen. Auch Know-how, Beziehungen, Zeit- oder Sachspenden können für Ihr Spendenprojekt hilfreich sein.

Welche Zielgruppe teilt Ihre Werte und Visionen?

Am besten machen Sie in Ihrem Fundraising-Team ein Brainstorming. Nehmen Sie alle Personengruppen und Unternehmen in den Blick, die nach Ihrer Einschätzung als Unterstützer infrage kommen. Und schreiben Sie es auf!

Angenommen, Sie wollen den Spielplatz Ihrer Kita neu gestalten. Wer könnte als Unterstützer angesprochen werden? Wer hat ein besonderes, persönliches Interesse an dem Projekt? Aus welchen Familien stammen die Kinder in Ihrer Kita? Wem ist besonders an einer christlichen Erziehung gelegen, wer teilt also Ihre Werte und Visionen? Ein direktes Interesse an Ihrer christlichen Erziehungsarbeit haben Eltern und Großeltern.

Mögliche Spender individuell ansprechen

Kennen Sie Ihre treuen Spender und Spenderinnen? Wer hat in den vergangenen Jahren von der guten Arbeit Ihrer Kita profitiert? Welche Arbeitsleistungen werden benötigt und welche entsprechenden Kompetenzen sind Ihnen bekannt? Welche Unternehmenskontakte gibt es? Handwerksbetriebe können Sie auf Sach- oder Dienstleistungen ansprechen. Und schließlich: Starten Sie ruhig eine Internet-Recherche nach Förderstiftungen, die Ihre Arbeit finanziell unterstützen könnten.

Wenn Sie herausgefunden haben, wen Sie für Ihr Kita-Projekt ansprechen wollen, überlegen Sie, wie die Ansprache im Einzelfall geschehen soll und um welche Form von Unterstützung Sie bitten wollen. An die Eltern und Großeltern können Sie einen Spendenbrief schreiben, in dem Sie beispielsweise aufzeigen, wie wichtig Spiel und Bewegung an der frischen Luft für die gesunde Entwicklung von Kindern sind und wie viel Spaß die Kinder haben werden. Väter und Männer erhalten die Chance einer aktiven Beteiligung bei der Anlage des Platzes und dem Aufbau der Spielgeräte. So können auch jene einbezogen werden, denen ein finanzielles Engagement nicht möglich ist.

Unterstützung am besten Auge in Auge anfragen

Wer um aktive, freiwillige Mitarbeit gebeten wird, braucht eine andere Ansprache. Stellen Sie dar, welche Arbeiten anstehen und welche Arbeitsleistungen erforderlich sind. Wie viel Zeit sollte ein Interessierter einkalkulieren? Örtliche Handwerksbetriebe und Unternehmen werden um Material und fachliche Anleitung der Freiwilligen gebeten. Vielleicht gibt es einen Gartenbaubetrieb, der die Gestaltung der Anlage planen kann. Hier sollte die Anfrage am besten Auge in Auge geschehen. Im persönlichen Gespräch lassen sich anstehende Fragen direkt klären und Missverständnisse kommen gar nicht erst auf. Sie erfahren, wo Probleme gesehen werden und wie sie umgangen werden können.

Sie werden feststellen: Je enger die Beziehung zu Ihrer Gemeinde ist, desto eher werden Sie jemanden für Ihr Anliegen begeistern können. Darum sollte eine feste Bindung all Ihrer Unterstützer ein wichtiges Ziel Ihrer Arbeit sein.

Ingrid Alken

Erstellt am: 30.06.2011

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