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20 Tipps für ein gutes Foto

Bitte lächeln: Das gilt auch für den Fotografen
Bitte lächeln: Das gilt auch für den Fotografen.

Ein gutes Foto für hängt von vielen Faktoren ab. Wir haben für Sie 20 Tipps zusammengestellt, wie Sie ein gelungenes Foto für den Gemeindebrief machen.

Ein gelungenes Foto hängt nicht von der Kamera ab, sondern vom Fotografen, vom Motiv, von der Belichtung und von der Bildgestaltung. Wir haben 20 Tipps zusammengestellt, wie Sie ein gelungenes Foto für den Gemeindebrief machen. Angefangen bei der Technik über den Bildaufbau bis hin zum Gespräch während des Fotografierens.

1. Stimmung einfangen

Ein gutes Foto bildet nicht einfach nur eine Person, einen Gegenstand oder einenRaum ab, sondern auch eine Stimmung, Emotionen oder eine Aussage. Also versuchen Sie nicht immer nur ein technisch perfektes Foto zu schießen, denn manchmal ist ein leicht verwackelter Schnappschuss das bessere Bild.

2. Situation beobachten

Zücken Sie nicht sofort die Kamera, sobald Sie ein mögliches Motiv entdeckt haben. Beobachten Sie kurz die Situation: Was ist typisch? Was macht diesen Moment, diese Person oder diesen Gegenstand aus? Wie kann ich das alles auf einem Foto zusammenbringen? Aus welcher Perspektive habe ich vielleicht besseres Licht oder einen passenderen Hintergrund? Nehmen Sie sich die Zeit dafür!

3. Die richtige Perspektive wählen

Für jedes Motiv gibt es verschiedene Perspektiven. Welche die beste ist, kann man nicht verallgemeinern. Generell gilt jedoch: Wählen Sie eine ungewöhnliche Perspektive, auch wenn Sie dafür auf eine Leiter klettern oder sich auf den Boden legen müssen. Überraschen Sie so Ihre Leserschaft, denn welches Gemeindemitglied hat den Kirchplatz schon mal vom Kirchturm aus gesehen? Oder fotografieren Sie durch Gegenstände hindurch. Menschen sollten Sie nie von unten ablichten, denn aus dieser Perspektive bekommt jeder Zeitgenosse ein Doppelkinn. Nutzen Sie natürliche Linien wie Geländer, Schreibtischkanten oder Kirchenbänke als Elemente, die den Blick diagonal ins Bild führen.

4. Beleuchtung

Fotos leben von der richtigen Beleuchtung. Idealerweise verwenden Sie keinen Blitz, denn der beleuchtet meist nur den Vordergrund, der Hintergrund bleibt dunkel und die Farben wirken unnatürlich. Bei wenig Licht sollten Sie ein Stativ benutzen oder andere Gegenstände wie Kirchenbänke oder Regalbretter umfunktionieren – eine gemütliche (Licht-)Stimmung bleibt so erhalten. Zu viel Licht, zum Beispiel bei strahlendem Sonnenschein zur Mittagszeit, lässt harte Schatten entstehen, die besonders auf Gesichtern störend wirken. Ein bewölkter Himmel ist deutlich besser für Porträtfotos im Freien als Sonnenschein. Bei Gegenlicht können Sie den Blitz zum Aufhellen von dunklen Partien verwenden.

5. Mehr Tiefe durch den Bildaufbau

Ein gutes Foto hat oft drei Ebenen im Bildaufbau: Vordergrund, Mittelteil und Hintergrund. Wenn Sie diese drei Elemente in einem Foto ablichten, zum Beispiel eine Vase im Vordergrund, dahinter eine Person und im Hintergrund der frisch renovierte Gemeindesaal, bekommt Ihr Foto mehr Tiefe, als wenn Sie nur den Raum fotografieren würden.

6. Mehr Tiefe durch Unschärfe

Ein Foto wirkt dreidimensionaler und plastischer, wenn eine oder zwei Ebenen des Bildes unscharf sind und nur eine Ebene scharf. Fotografen sprechen dann von fehlender Tiefenschärfe. Beispiel: Die Person im Vordergrund ist scharf dargestellt, das Bücherregal dahinter jedoch ist unscharf. Diesen Effekt können Sie mit fast jeder Kamera erzielen, die ein Zoomobjektiv oder ein Teleobjektiv hat. Je weiter Sie sich mit der Kamera von der Person entfernen und gleichzeitig die Person mit dem Objektiv wieder näher heran holen, desto unschärfer wird der Hintergrund. Wenn Sie nah an Gegenstände heran gehen und nicht zoomen erhalten Sie ebenfalls wenig Tiefenschärfe. Für Fortgeschrittene: Wenn Sie die Blende, also die Öffnung des Objektivs, möglichst weit öffnen, bekommen Sie den gleichen Effekt.

7. Mehr Tiefe durch Licht und Schatten

Manchmal kann ein Bild schon mehr Tiefe bekommen, wenn Sie einen dunklen Gegenstand im Vordergrund platzieren und der Hintergrund sehr hell ist (oder umgekehrt).

8. Das richtige Motiv

Wählen Sie ein Motiv, das zu der abgebildeten Person passt. Eine Ehrenamtliche im Besuchsdienst sollten Sie dort ablichten, wo sie tätig ist, also zum Beispiel im Krankenhaus oder im Altenheim. Den Pfarrer in der Kirche und den Kirchmeister im Glockenstuhl. Geben Sie Ihren „Models“ einen für ihre Tätigkeit/Funktion typischen Gegenstand in die Hand (ein Buch, ein Werkzeug oder Spielzeug). Das Foto kann dann so wirken, als habe man die Person bei der Arbeit „erwischt“. Gleichzeitig fühlen sich die abgelichteten Personen wohler, als wenn sie mit ihren Händen nichts anzufangen wissen.

9. Hintergund sorgfältig wählen

Ein Mensch kann auf einem Foto noch so gut getroffen sein, die Beleuchtung noch so perfekt sein: Wenn der Hintergrund nicht passt, können Sie das Foto vergessen. Generell gilt: Der Hintergrund sollte ruhig und nicht allzu bunt sein. Einzelne Linien wie Türrahmen können – auch wenn sie unscharf sind – störend wirken, Bäume können den Porträtierten wie Hasenohren aus dem Kopf wachsen. Außerdem sollte auch der Hintergrund zur Person oder zur Geschichte passen (siehe oben). Gehen Sie auf Abstand zum Hintergrund. Porträtfotos direkt vor einer weißen Wand sehen schnell aus wie Fotos aus der Polizeiakte von Verbrechern. Faustregel: Auf etwa einem Drittel der Entfernung zwischen Kamera und Hintergrund steht die Person.

10. Der Goldene Schnitt

Fotos, auf denen der Hauptgegenstand genau mittig platziert ist, sind meist langweilig. Zerlegen Sie in Gedanken das Motiv in neun gleichgroße Kästchen (siehe Skizze). Viele Kameras bieten diese Funktion an und blenden die Linien in den Sucher ein. Entlang dieser Linien sollten sich auch in Ihrem Bild wichtige Linien des Motivs wiederfinden. Platzieren Sie wichtige Objekte an den Schnittpunkten der Linien. So bauen Sie Ihre Bilder nach dem Goldenen Schnitt auf. Lassen Sie in eine Richtung Platz auf dem Foto (zum Beispiel in die Richtung, in die die Person schaut).

11. Auf das Wesentliche beschränken

Überlegen Sie sich, was auf einem Foto zu sehen sein muss und was überflüssig ist. Zu viele Details lenken den Blick ab vom Wesentlichen.

12. An alles denken

Versuchen Sie, die Personen entweder komplett abzulichten oder beschränken Sie sich bewusst auf Kopf und Oberkörper. Aber schneiden Sie niemals Ihren Models die Füße ab!

13. Keine Gruppenfotos

Versuchen Sie auf Gruppenfotos zu verzichten auf denen viele Menschen nebeneinander stehen. Meist erkennt man bei großen Gruppen niemanden und schön sind diese Fotos auch nur selten. Außerdem bekommen Sie solche Fotos wahrscheinlich schon häufig genug von Gruppen und Ausflügen eingereicht. Wenn es wichtig ist, dass die ganze Gruppe abgebildet wird, sollten Sie die normalen Gruppenfotos umgehen. Stellen Sie Ihre „Models“ hintereinander auf, platzieren Sie zwei wichtige Personen im Vordergrund und den Rest dahinter im Hintergrund. Wechseln Sie die Perspektive und fotografieren Sie die Gruppe von oben oder lassen Sie die Gruppe durch einen Gegenstand hindurch sehen.

14. Entspannte Situation

Wenn Sie Menschen fotografieren, sollte eine entspannte Situation herrschen, denn die meisten Menschen werden nicht gern fotografiert. Legen Sie erst mal Ihre Kamera beiseite, sprechen Sie mit Ihren „Models“ und bauen Sie das Bild auf. Erklären Sie, was Sie geradetun und geben Sie freundliche, aber klare Anweisungen. Falls Ihr Model immer noch verkrampft ist, erzählen Sie einen Witz. Manchmal hilft es, wenn die Menschen vor der Kamera einen Gegenstand (z.B. einen Kuli) in der Hand haben, mit dem sie spielen können. Suchen Sie für Porträtfotos einen ruhigen Raum aus, in dem Sie nicht gestört werden.

15. Mehrere Fotos machen

Machen Sie immer mehrere Fotos direkt hintereinander. Denn manchmal sind die Augen der porträtierten Person geschlossen oder im Hintergrund läuft jemand unbemerkt durch das Bild. In Zeiten der Digitalfotografie brauchen Sie keine hohen Materialkosten zu befürchten.

16. Die kalte Schulter

Lassen Sie sich die kalte Schulter zeigen! Porträtfotos frontal von vorne wirken immer leicht wie Passfotos. Platzieren Sie Ihre „Models“ so, dass sie über die Schulter in die Kamera blicken. Das wirkt deutlich natürlicher als frontal von vorne. Eine andere Möglichkeit für bessere Porträtfotos: Menschen, die sich leicht nach vorne beugen wirken freundlich, aufmerksam und sympathisch. Menschen, die sich nach hinten lehnen, wirken sehr von sich überzeugt und tendenziell eher unsympathisch.

17. Bewusste Schieflage

Bei eher langweiligen Motiven können Sie etwas Schwung in das Bild hinein bringen, indem Sie die Kamera leicht schief halten. Achten Sie trotzdem darauf, dass horizontale Elemente im Bild vorhanden sind.

18. Porträtfotos ohne Weitwinkel

Wenn Sie Porträtfotos machen wollen, sollten Sie immer ein Teleobjektiv nutzen oder an die Person heranzoomen. Mit einem Weitwinkel fotografiert, wird das Gesicht ungünstig verzerrt und die Personen bekommen eine Knollennase. Stellen Sie bei Porträtfotos die Augen scharf, das ist der Punkt auf den die Betrachter als erstes schauen und bei dem Unschärfe am meisten auffällt.

19. Autofokus

Jede Kamera besitzt heutzutage einen Autofokus. Das heißt, dass sich die Kamera selbst scharf stellt. Meist ist dies der Mittelpunkt des Bildes. Der Punkt, auf den die Kamera fokussiert, erscheint meist als Kästchen im Sucher. Achten Sie darauf, dass immer das Objekt, das Sie fotografieren wollen, auf diesem Fokuspunkt liegt.

20. Nahaufnahmen

Die meisten Kameras haben eine spezielle Einstellung für Nahaufnahmen (Makroaufnahmen). Meist wird diese durch ein Blumen-Symbol dargestellt. Wenn Sie diese Funktion nutzen, können Sie bis auf wenige Zentimeter an ein Objekt herangehen und so eine besondere Perspektive erzielen. 

gemeindebrief.de

Erstellt am: 10.08.2012

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