Gemeindebriefdruckerei

14 wichtige Grundregeln für die Gemeindebrief-Redaktion

Redaktion ist Handwerk, das gelernt sein will
Viele kreative Ideen für die Gestaltung des Gemeindebriefs sind gut gemeint – manche gehen allerdings an den handwerklichen Grundregeln für den Schriftsatz und das Layout vorbei.

Eine Checkliste für den Redaktionsalltag kann den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern helfen, den „roten Faden“ für jede Gemeindebrief-Ausgabe zu finden. Was muss ich bei der Gestaltung, beim Redigieren, bei Überschriften und Fotos beachten? Wir haben die wichtigsten Grundregeln zusammengestellt.

Gestaltung

  • Der Satzspiegel ist der Raum einer Seite, in dem alle Bilder und Texte platziert sind. Der unbedruckte Raum – der so genannte Weißraum – ist kein verschenkter Platz: Planen Sie einen großzügigen Rand ein und lassen Sie „Luft“ zwischen den einzelnen Elementen
  • Als Gestalter/Gestalterin haben Sie ein Ziel: Sie möchten zum Lesen einladen und Neugier wecken
  • Nicht übertreiben: Unzählige Schriften und Hervorhebungen verwirren. Jede Seite besitzt nur ein einziges seitentragendes Element – zu viel des Guten bedeutet Konkurrenz: das Auge „fliegt“ über die Seite und findet keinen „Landeplatz“

Redigieren

  • Bearbeiten Sie Texte und Fotos: Korrigieren und redigieren Sie die eingehenden Manuskripte – ohne Kürzungen geht es meist nicht. Lesen Sie mehrfach Korrektur – nicht nur am Computer, sondern am Ausdruck
  • Fotos erhalten eine Bildunterschrift und den Urhebervermerk (z.B. Foto: Müller)
  • Unvollständige Angaben (Name, Ort, Zeit) recherchieren
  • Für die Leserschaft, nicht für „Binnenkirchler“ schreiben: Verstehen Frau „X“ und Herr „Y“, worum es geht?

Überschriften

  • Formulieren Sie Überschriften: Die wichtigste Nachricht gehört in die Titelzeile
  • Beschreiben Sie, was das Fazit des Artikels ist
  • Die Überschrift „Aus dem Kirchenvorstand“ besitzt keine Aussage – sie eignet sich lediglich als Rubrikentitel im Kopfsteg (Raum zwischen Satzspiegel und oberen Papierrand )
  • Stellen Sie die gewichtigste und interessanteste Information heraus:
    Überschrift: Komfortable Spende
    Unterzeile: 100 Stühle und Tische für Gemeindesaal

Fotos

  • Unscharfe, verwackelte, unter- oder überbelichtete Fotos werden im Druck nicht besser
  • „Notlösungen“ nimmt der Betrachter sofort wahr
  • Planen Sie daher Ihre Titelseite so gründlich wie möglich: Das Foto von der Amtseinführung des neuen Pfarrers oder der „Kita“-Eröffnung muss einfach gelingen – Fotograf „X“ darf ruhig einen ganzen Film (oder Chip) verknipsen. Immerhin geht es um das „Schaufenster“ des Gemeindebriefes. Devise: An dieser Stelle nicht sparen

Stefan Lotz

Erstellt am: 10.11.2010
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