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Tipps fürs Tippen: Geografische Namen richtig schreiben

Ableitungen geografischer Namen auf -er und -[i]sch

Geografische Bezeichnungen, die ein aus einem Ortsnamen abgeleitetes Adjektiv auf -er enthalten, schreibt man in der Regel getrennt: Teutoburger Wald, Magdeburger Börde, Steinhuder Meer. In manchen Fällen ist es dagegen üblich zusammenzuschreiben: Böhmerwald, Wienerwald. Einen Bindestrich setzt man in der Regel bei Verbindungen mit Adjektiven auf -isch, die von Orts-, Länder- und Völkernamen abgeleitet sind: Spanisch-Guinea (heute: Äquatorialguinea), Britisch-Kolumbien, Französisch-Guayana usw. Allerdings findet man nicht selten davon abweichende behördliche Schreibungen, etwa: Hessisch Oldendorf, Schwäbisch Hall.


Worttrennung geografischer Namen

In der Regel trennt man zusammengesetzte Wörter und Wörter mit Vorsilben zunächst einmal nach ihren erkennbaren Bestandteilen und in den kleineren Einheiten dann nach Sprechsilben. Bei geografischen Namen sind aber solche Bestandteile häufig nicht so klar erkennbar. So heißt sowohl 
-oog in Spiekeroog als auch -ey in Norderney so viel wie „Insel“, beides wäre also ein Wortbestandteil eines zusammengesetzten Wortes. Dennoch trennt man auf der einen Seite „Spie-ker-oog“ (hier ist -oog zugleich Sprechsilbe); auf der anderen Seite trennt man „Nor-der-ney“ (hier ist -ey keine Sprechsilbe und wird auch nicht mehr als eigenes Wort identifiziert).


Der Ergänzungsstrich

Angenommen, Sie möchten über Grünspechte und über Buntspechte sprechen, die ja dasselbe Grundwort aufweisen. Dann können Sie dieses beim ersten Wort durch den Ergänzungsstrich (also den Bindestrich) ersetzen: „Grün- und Buntspechte“. Ebenfalls erlaubt, wenn auch stilistisch nicht besonders schön, ist diese Lösung, wenn das zweite Grundwort durch ein Adjektiv näher bestimmt wird: „Grün- und sonstige Spechte“. Teilen sich beide Wörter das Bestimmungswort, also den ersten Bestandteil, steht der Ergänzungsstrich beim zweiten Wort: „Grünspechte und -finken“.


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Erstellt am: 13.04.2013

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