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Profitrick: Typografie - was bei Schriften und Text zu beachten ist

Typografie - was beim Umgang mit Schriften und Schriftzeichen zu beachten ist

Bleiwüsten nimmt niemand gerne in die Hand. Bilder und Grafiken sind heute Pflicht.Und doch geht es nicht ohne Buchstaben, Sätze und Zeilen. Was ist beim Umgang mit Schrift und Schriftzeichen zu beachten? Diesmal beschäftigt sich unser Profitrick mit der Lehre der Schrift: die Typografie.

Computer bieten eine Unmenge unterschiedlicher Schriften. Das weiß jeder. Doch Ihren ganzen Schatz an Schriften will keiner sehen. Ein oder zwei unterschiedliche Schriften sind genug für ein Druckwerk, sonst wird es unruhig auf den Seiten. Und auch bei der Wahl der Schriftgrößen ist Einheitlichkeit Trumpf. Der Layouter wählt eine Schriftart und eine Schriftgröße für den Fließtext. Ebenso definiert er die Überschriften, Zwischenüberschriften und Bildunterschriften.

Schriften sind Charaktersache

Jede Schrift vermittelt eine andere Ästhetik. Die Schrift, die Sie für den Gemeindebrief wählen, muss zum Gemeindebrief, zur Gemeinde und zu den Menschen in der Gemeinde passen. Der richtige Einsatz und die korrekte Anwendung von Schrift bestimmen das Aussehen und die Funktion der Publikation maßgeblich.

Zwei Schriftfamilien prägen das gewohnte Bild von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften: Antiqua- und Grotesk-Schriften. Antiquaschriften haben Serifen – das sind diese kleinen Querstücke an den Strichenden. Groteskschriften verzichten darauf. Serifenlose Schriften gelten als moderner, die Antiqua-Schriften als lesefreundlicher. Doch ob dem tatsächlich so ist, darüber werden sich die Gestalter noch in hundert Jahren streiten. Menschen mit Sehproblemen tun sich jedoch mit einer serifenlosen Typo leichter (siehe „Scharf sehen“ in Gemeindebrief 1/2011).

Kombination von Schriften kann schön sein

Überschriften müssen auffallen. Solche Eye-catcher sollen ja die Leserinnen und Leser lenken. Deshalb dürfen sie nicht nur im fetten Schriftschnitt, größer und in anderer Schriftfarbe sein. Headlines können auch in einer andern Schriftart als der Fließtext sein.

Solche Kombinationen können schön sein. Wenn die Schriften deutlich unterscheidbar sind und doch zusammenpassen, dann macht der Layouter alles richtig. Häufig werden serifenlose Schriften und Schriften mit Serifen kombiniert.

Auf Lesbarkeit der Texte achten

Das Wesentliche bei Texten ist deren Lesbarkeit. Doch diese ist nicht nur von der Größe der Buchstaben abhängig. Eine generelle Größe lässt sich daher über die Schriftgröße nicht formulieren. Viel kleiner als 10 Punkt sollte die Schrift jedoch nicht sein. Zu groß ist Schrift allerdings auch nicht schön. Neben der Schriftgröße beeinflusst auch die Schriftart die Lesbarkeit.

So erlauben weit laufende Schriften eine kleinere Schriftgröße als schmal laufende. Ferner erhöht ein größerer Zeilenabstand die Lesbarkeit. Und schließlich ist die Lesbarkeit noch von der Zeilenlänge abhängig. Je länger eine Zeile, desto größer ist die Gefahr, dass die Leserinnen und Leser bei der Lektüre in der Zeile verrutschen. Die Zeilen sollten bei einem Gemeindebrief nicht länger als 80 bis 90 Millimeter sein.

 

Dietmar Hauber

Erschienen in: Gemeindebrief 02/2011

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