Gemeindebriefdruckerei

Diagramme im Gemeindebrief richtig verwenden

Diagramme machen Zahlen verständlich
Diagramme können Gemeindebriefe aufwerten, wenn sie gut gestaltet sind.

Diagramme machen Zahlen spannend. Doch was schnell in Excel erstellt ist, muss noch lange keine Freude für die Gemeindebriefleser sein. Unser Profitrick zum Thema "Diagramme richtig verwenden".

Diagramme, die Sinn machen und auch verstanden werden

Kaum eine Nachrichtensendung im Fernsehen kommt ohne Diagramme aus, und auf den Zeitungsseiten wimmelt es nur so von Balken-, Torten- und Liniendiagrammen. Ruck, zuck sind sie in Excel erstellt. Ganz einfach lassen sich Zahlen irgendwie zueinander in ein Verhältnis bringen und grafisch darstellen. Ob das immer Sinn macht, ist eine ganz andere Frage. Nicht jedes abgebildete Diagramm hilft den Leserinnen und Lesern auch wirklich weiter. Diagramme müssen leicht zu verstehen sein. Sie verdeutlichen einen Sachverhalt der Berichterstattung auf grafische Weise. Um Entwicklungen zu veranschaulichen oder die Anteile vom Ganzen zu zeigen, können Diagramme ein geeignetes Mittel sein.

Excel verarbeitet alles, was man dem Programm füttert, zu Diagrammen. Für die geeignete Form und richtige Anordnung gibt es jedoch keinen Automatismus. Aber Regeln. So darf die Beschriftung der Diagramme nicht fehlen.

Säulen-, Balken- und Liniendiagramme müssen zudem Skalen in der X- und Y-Achse haben. Die einzelnen Segmente in Torten- und Kreisdiagrammen werden der Größe nach sortiert. Ganz oben, auf 12 Uhr, beginnt das größte Segment. Die kleineren Teile fügen sich der Größe nach im Uhrzeigersinn in das Diagramm.

Diagramme zum Interpretieren und nicht zum Manipulieren

Mit der Darstellung von Diagrammen lässt sich leicht die Aussage von Zahlen verändern – im strengsten Fall manipulieren. Der Leser sollte sich jedoch selbst ein Bild machen können. Deshalb sind Unregelmäßigkeiten in der Skalierung nicht legitim. Wer aus irgendwelchen Gründen gezwungen ist, die Skala seines Säulendiagramms nicht wie gewohnt bei 0 beginnen zu lassen, muss dies deutlich machen.

Dort, wo in unterschiedlichen Diagrammen Zahlen vergleichbar sind, muss auch die Skalierung der Diagramme den Vergleich zulassen. Ein Diagramm mit Ausgaben neben einem Diagramm mit Einnahmen ist nur dann seriös, wenn auf beiden Seiten der Eine-Million-Euro-Balken auch gleich hoch ist. Alles andere ist der Versuch von Manipulation.

Die Auswahl an Formen und Farben für Diagramme ist nahezu unerschöpflich. Die vielen Funktionen bei Excel sind jedoch nicht dazu da, dass ich im Gemeindebrief die volle Bandbreite sehen muss. So sind 3D-Effekte nett, passen aber selten zur Gestaltung von Gemeindebriefen. Der Stil von Diagrammen muss zur Gestaltung des Hefts passen. Ebenso ist bei der Abstimmung der Farben auf das Farbklima des Gemeindebriefs zu achten. Wie alle anderen Grafiken sind auch Diagramme optische Akzente, die Blicke lenken.

Zu viele unterschiedliche Hervorhebungen betonen jedoch gar nichts mehr. Der Gestalter tut gut daran, sich auf das Notwendige zu beschränken und auf einen einheitlichen Stil zu achten.

Dietmar Hauber

Erschienen in: Gemeindebrief 01/2012

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