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Muss der Gemeindebrief farbig gedruckt sein?

Mit Farbe erzielt ein Gemeindebrief mehr Aufmerksamkeit
Ein farbiger Gemeindebrief erzielt mehr Aufmerksamkeit

Wer es mit seinem Gemeindebrief bei den Lesern auf den Stapel „unbedingt lesen“ schaffen will, muss auffallen. Doch muss es das teure Vierfarbmagazin sein? Unser Profitrick zum Thema "Muss der Gemeindebrief farbig gedruckt sein"?

Normalität: Auffallen mit Farbe

Das tägliche Schauspiel ist immer dasselbe: Der Briefkasten ist voll mit bunten Flyern, Werbeblättern, Informationen und Mitteilungen. Alles lesen kann dies kein Mensch. Schon am Briefkasten beginnt die Sortierung. Soll der Gemeindebrief bei den Leserinnen und Lesern ankommen und nicht gleich im Altpapier landen, muss sich die Redaktion etwas einfallen lassen. Was unscheinbar ist, hat es schwer gegen die Konkurrenz. Farbig und bunt ist normal geworden. Ein Gemeindebrief in Farbe schafft Aufmerksamkeit und ist gefälliger zu lesen als ein einfacher Schwarz-Weiß-Druck.

Kein Kompromiss: farbiges Papier

Vor wenigen Jahren war der Vierfarbdruck fast noch Luxus. Inzwischen haben sich – auch mit den günstigen Angeboten der Internetdruckereien – die Druckkosten angeglichen. Die Preise zwischen ein-, zwei- oder vierfarbigem Druck sind nicht mehr so sehr weit auseinander. Gleichzeitig sind die Ansprüche der Leserinnen und Leser gestiegen. Von einem Heft mit drei verwaschenen Schwarz-Weiß-Bildern wendet sich jeder mit Grauen ab. Eine interessante und ansprechende Bildberichterstattung ist zum Standard geworden – und die wirkt in Farbe zumeist einfach schöner. Um den Gemeindebrief mit wenigstens ein bisschen Farbe auffällig zu machen, drucken manche Gemeinden auf farbigem Papier. In Zeiten der Matrizendrucker war dies die einzige erschwingliche Möglichkeit, bunt zu wirken. Doch 30 Jahre danach ist buntes Papier für den Gemeindebrief nur noch ein schlechtes Erkennungszeichen. Grauflächen und Fotos werden auf farbigem Papier zu einem unansehnlichen Gemansche. Bilder wirken gespenstisch, düster, surreal. Soll es trotzdem farbiges Papier sein, dann wenigstens freundliche, frische Farben. Pastelltöne wirken nicht dezent, sondern verstaubt.

Herausforderung: Vierfarbdruck

Für einen Vierfarbdruck kommt in der Druckerei eine Maschine mit vier Farbwerken zum Einsatz. Aus den CMYK-Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz lassen sich alle Farben mischen. Damit der Gemeindebrief jedoch zu einem harmonischen Ganzen wird, muss der Gestalter sehr gewissenhaft arbeiten. Alle Fotos und Grafiken müssen mit viel Fingerspitzengefühl bearbeitet werden. Schon kleinste Farbabweichungen können fatal sein: ungesunde Gesichtsfarben, düstere Grundstimmung. Allein durch den Einsatz von Farbfotos wird der traditionelle Schwarz-Weiß-Gemeindebrief zudem noch nicht zum farbigen Magazin. Das gesamte Layout muss auf den Einsatz von Farbe hin durchdacht sein. Farbe fließt dabei nicht beliebig irgendwohin, sonst wird das Blatt zum quietschbunten Flickenteppich. Farbe muss sehr bewusst eingesetzt werden, damit das Blatt nachher als harmonische Einheit wirken kann.

Drucken mit Sonderfarben

Mit weniger Farben zu drucken, ist immer noch günstiger. Dadurch kann der Drucker mit kleineren und billigeren Maschinen arbeiten. Beliebt ist der Zweifarbendruck. Eines der Farbwerke wird dabei mit Schwarz, das andere mit einer Sonderfarbe befüllt. Diese sogenannten Schmuckfarben sind in vielen Nuancen definiert und können in Farbfächern (beispielsweise HKS-Farben oder Pantone-Farben) ausgewählt werden. Dadurch lassen sich Gestaltungselemente und Überschriften schön hervorheben. Wer fit in Photoshop ist, kann auch die Bilder zweifarbig als Duplex einfärben.

Günstigere Variante: außen anders

Ein guter Kompromiss ist der farbige Umschlag. Die Außenseiten werden dabei zwei- oder vierfarbig gedruckt, innen kommen weniger Druckfarben zum Einsatz. Wichtig dabei ist, dass außen und innen dasselbe Papier zum Einsatz kommt und das Layout aufeinander abgestimmt ist. Sonst fällt das Blatt optisch auseinander. Noch günstiger ist ein zweifarbiger Vordruck: Die Schmuckfarbe wird dazu für zwei Jahre vorgedruckt, und in die jeweiligen Ausgaben wird im einfachen Schwarz-Weiß-Druck eingedruckt. Dies schränkt die Gestaltungsfreiheit ein – was farbig ist, kann ja nicht überdruckt werden –, spart aber Kosten.

Dietmar Hauber

Erschienen in: Gemeindebrief 03/2012

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