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Gemeindebrief-Druck: So vermeiden Sie die häufigsten Fehler

Verpixelte Bilder sind ein häufiger Fehler beim Druck.
Verpixeltes Foto: Ein vermeidbarer Fehler, der bei Printprodukten aber häufig vorkommt.

Im Gemeindebrief steckt viel Arbeit. Schade, wenn dann Fehler ins Auge springen, wenn der Gemeindebrief aus der Druckerei kommt. Oft sind Kleinigkeiten, die das Druckergebnis schmälern. Wir nennen Ihnen die sieben häufigsten Fehler und wie Sie sie vermeiden können.

1. Bilder und Grafiken sind verpixelt 

Bild- und Grafikdateien, die Sie in ein Layout einbauen, benötigen eine ausreichende Größe, damit Sie gedruckt werden können. Downloads aus dem Internet mit einer Bildschirmauflösung von 72 dpi reichen in der Regel nicht aus, gedruckt entsteht ein grobes Raster, das die Bilder extrem unscharf erscheinen lässt. Druckfähige Bilder haben eine Standardauflösung von 300 dpi, Grafiken möglichst sogar von 600 dpi bezogen auf die Größe der Vorlage. Rechenbeispiel: Ein Internetbild in der Größe 8 x 4,5 cm (72 dpi) hätte hochgerechnet auf 300 dpi nur noch eine im Gemeindebrief kaum darstellbare scharfe Größe von ca. 2 x 1 cm – oder aber es wird so gedruckt, wie es ist, und sieht dann eben verpixelt aus. Bei Grafiken (zum Beispiel Logos) ist man mit Vektordateien (eps-Format), die sich beliebig vergrößern lassen und farbtreu sind, auf der sicheren Seite. Prüfen Sie daher vor dem Druck unbedingt die reale Dateigröße
in einem Bildbearbeitungsprogramm.

2. Farbbilder sind grau 

Bunt ist schön, hat aber seine Tücken. Haben Sie vergessen, Farbbilder vor dem Druck in den Farbmodus CMYK umzuwandeln? Dann bleiben die Bilder im Druckergebnis grau, auch wenn Sie am Bildschirm (im RGB-Modus) bunt aussehen. CMYK definiert das Mischungsverhältnis der vier Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow und Black, die jeweils auf einem anderen Film liegen und beim Drucken gemischt werden. Prüfen Sie vor dem Druck, ob die Datei tatsächlich CMYK-Bilder enthält. Das kann man etwa im Layoutprogramm InDesign unter „Verknüpfungen“ leicht kontrollieren.

3. Text fehlt oder falsche Schrift

InDesign meldet dem Layouter auch einen Fehler, wenn Schriften nicht eingebettet sind. Dann nämlich ersetzt das Programm eine im System des Rechners nicht vorhandene Schrift (etwa den Font „Bermuda“ für die Kinderseite) durch eine Standardschrift wie Times oder Arial. Ergebnis: Der gewünschte Effekt der Betonung durch eine andere Schrift bleibt aus. Je nach Größe und Laufweite wird zum Beispiel eine Bildunterschrift vielleicht auch gar nicht gedruckt, weil die Schrifttype den Layoutrahmen sprengt. Daher verwenden Sie bitte nur Schriften, deren Fonts auch im Schriftenordner Ihres Computers real vorhanden sind.

4. Die Farben stimmen nicht

Grundsätzlich sollten Sie nicht davon ausgehen, dass die Farben des gedruckten Gemeindebriefs genauso aussehen wie beim Layout am Bildschirm. Brillanz und Leuchtkraft sind am Monitor nun einmal höher als auf dem Papier. Von daher sind gewisse Enttäuschungen einzukalkulieren. Wenn Sie eine Hausfarbe für Ihren zweifarbigen Gemeindebrief definiert haben, sollte diese HKS-Farbe als Sonderfarbe (nicht als Mischfarbe im CMYK-Modus) angelegt sein. Dann sieht sie immer gleich aus – sofern die Druckerei ordentlich arbeitet, wie man allerdings einschränken muss. Denn die eigentliche Kunst des Druckens besteht in einem gleichmäßigen Farbauftrag, der nicht von Seite zu Seite oder von Ausgabe zu Ausgabe variiert.

5. Versetzte Linien

Blättert man einen Gemeindebrief mit dem Daumen durch, erkennt man an springenden Linien, ob die Buchbinder gut oder schlecht gearbeitet haben. Rubrikenbalken, die im Seitenspiegel immer an der gleichen Stelle im Kopf stehen, dürfen nicht um mehr als einen Millimeter versetzt sein, sonst ist entweder beim Layout ein Missgeschick passiert, oder die Seiten sind schief zusammengeheftet worden. Verlangen Sie vom Drucker auch in diesem Punkt genaues Arbeiten.

6. Blitzer (weiße Ränder)

Sogenannte Blitzer entstehen, wenn beispielsweise ein Bild nicht korrekt im Rahmen platziert ist und diesen nicht komplett ausfüllt. Dann ist ein unschöner Rand zu sehen – unbedruckte Hintergrundfläche in Papierweiß. Dieser Fehler passiert auch, wenn vergessen wurde, einen Beschnitt anzulegen – das heißt, die Druckvorlage sollte auf jeder Seite drei Millimeter größer sein als das Papierformat. Bilder und Rasterflächen werden, wenn Sie bis an den Rand reichen sollen, entsprechend größer eingebaut. So können beim Beschnitt keine weißen Blitzer entstehen.

7. PDF-Umwandlung ins Druckformat

Der letzte Schritt, um aus einer Layoutdatei eine Druckvorlage zu machen, ist die Umwandlung ins PDF-Format, denn damit können alle Druckereien etwas anfangen. Beim Datenexport müssen Sie allerding darauf achten, dass die richtigen Einstellungen gewählt sind:

• Wandeln Sie immer in ein druckfähiges PDF um (keinesfalls Bildschirm-PDF wählen!).
• Viele Druckereien akzeptieren PDF/X-3, oder aber sie bieten eigene Job-Options an, die man für die Datenanlieferung nutzen sollte.
• Vergessen Sie nicht, die Beschnittzugabe zu aktivieren.
• Internetdruckereien verlangen häufig ausdrücklich PDF-Dokumente ohne Druckermarken.

Lothar Simmank

Erschienen in: Gemeindebrief 03/2012

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